Mit unserer Strategie für existenzsichernde Löhne und Einkommen bis 2030 setzen wir uns zum Ziel, dass wir den Produzenten von Coop naturaline Textilien einen Preis bezahlen, der es ihnen ermöglicht, einen existenzsichernden Lohn an ihre Arbeiter:innen zu bezahlen. In China bezahlen wir seit April 2024 einen Bonus, der einen Beitrag zur Erreichung eines existenzsichernden Lohns leisten soll.
Für die Höhe des existenzsichernden Lohnes, haben wir die Berechnungen der WageIndicator Stiftung verwendet. Die Stiftung berechnet existenzsichernde Löhne in vielen verschiedenen Regionen. Mit der Höhe des errechneten existenzsichernden Lohns konnte die Lücke zum jetzigen Lohn berechnet werden. So kann bestimmt werden, wie viel mehr die Arbeiter:innen verdienen müssen, um einen existenzsichernden Lohn zu erhalten.
Da die betroffene Fabrik in China nicht nur für Coop Textilprodukte herstellt, bezahlen wir diesen Betrag, der die Lücke schliesst, prozentual zu unserem Anteil an produzierten Produkten pro Fabrik. Wenn das alle Abnehmer dieser Fabrik tun, erreichen die Arbeiter:innen den für ihre Region berechneten existenzsichernden Lohn. Mit dem Bonus, den wir über die Fabrik an die Arbeiter:innen auszahlen, erhalten die Arbeiter:innen mit dem niedrigsten Lohn bereits rund 9% mehr als davor. Alle Arbeiter:innen erhalten denselben Bonus. So können wir nach und nach den sogenannten Living Wage-Gap, also die Lücke zu einem existenszichernden Lohn, schliessen.
Ein existenzsichernder Lohn («Living Wage») in einem Angestelltenverhältnis oder ein existenzsicherndes Einkommen («Living Income») durch selbstständigen Erwerb soll die Kosten für lebenswichtige Bedürfnisse decken. Dazu gehören Lebensmittel, Wasser, Unterkunft, Bildung, Gesundheit, Verkehr, Kleidung, aber auch das Sparen für Notlagen. Die Bezahlung eines existenzsichernden Lohnes bzw. eines existenzsichernden Referenzpreises für die Rohstoffe ist ein wesentlicher Bestandteil von nachhaltigen Lieferketten.